Amanitine




a-, ß- und y-Amanitine

aktualisiert: 26.01.2021 09:33:40



Amanita phalloides (grüner Knollenblätterpilz), Amanita verna (weißer Knollenblätterpilz) und Amanita virosa (spitzhütiger Knollenblätterpilz) gehören zu den gefährlichsten Giftpilzen. Schon 30 – 50 g dieser Pilze enthalten eine für den Erwachsenen tödliche Toxindosis. In Europa und Nordamerika sind 90 % aller tödlich relevanten Pilzvergiftungen durch den Genuss dieser Amanita Arten verursacht. Auch Pilze der Gattungen Galerina und Lepiota können hohe Amanitin-Konzentrationen enthalten, die zu den gleichen Symptomen führen. Einige an sich ungiftige Pilze (z. B. Cantharellus cibarius) enthalten geringe Mengen a-Amanitin, die nur bei Aufnahme größerer Mengen nachweisbar werden.
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Amanita Pilze enthalten hauptsächlich Amatoxine a-, ß- und y-Amanitine) und Phallotoxine (Phalloidin), Die Amatoxine, insbesondere das a-Amanitin sind für die Toxizität beim Menschen verantwortlich.
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Amanitin schädigt die Leberzellen durch die Blockierung der RNA-Polymerase II. Dadurch wird die Transkription der mRNA (messenger RNA) gehemmt und der Eiweissstoffwechsel der Zelle fällt zusammen oder einfacher formuliert: In den Leberzellen unterbinden die Amatoxine die Neusynthese von Proteinen. Erst wenn der zelleigene Vorrat an Proteinen erschöpft ist, kommt es zum Zelltod und somit zu Nekrosen der Zellstruktur.
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Als RNA-Polymerase bezeichnet man Enzyme, die die Synthese von Ribonucleinsäure-Molekülen (RNA) an der DNA oder RNA durch Transkription katalysieren.
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Toxine
Arten / Gattungen mit diesem Gift:
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Amanitine - Flammer, T© 12027
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