Baumwollblau




aktualisiert: 01.03.2018



Baumwollblau (Anilinblau, Methylblau; Cotton blue, bleu coton; C. I. Nr. 42 755) Folgende Lösungen werden sowohl zum gleichzeitigen Anfärben und Aufquellen als auch zur Untersuchung von Frischmaterial verwendet:
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a) 0,05 g Baumwollblau in 30 ml Milchsäure (80 - 85%)
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b) 0,5 g Baumwollblau in 100 ml Lactophenol
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Andere Lösungsmittelgemische, wie z. B. Phenol / Essigsäure / Wasser (GAMS et al. 1980) geben ebenfalls gute Färbungen. Nach zweistündigem Rühren oder Schütteln lässt man einen Tag stehen und filtriert dann.
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Werden die Sporen von Arten verschiedener Gattungen (z. B. Boletus, Cystolepiota, Hygrophoropsis, Lepiota, Lepista, Rhodocybe) durch Baumwollblau intensiv blau gefärbt, bezeichnet man sie als cyanophil, bleiben sie ungefärbt (z. B. Arten der Gattung Amanita), so nennt man sie acyanophil. Manchmal lassen sich auch nur die Ornamentationen (Warzen, Stacheln, Gräte) anfärben, die Sporen selbst hingegen nicht, z. B. bei Arten der Gattung Ramaria (Clavariaceae, Aphyllophorales), aber auch bei den Discomyceten wie Aleuria, Scutellinia (Pezizales). Seltener sind auch andere Teile eines Fruchtkörpers, wie Hyphen, Basidien usw. cyanophil. Für den Ungeübten ist die Unterscheidung oft sehr schwierig, ob cyanophil oder nicht, da ja meist das Zellplasma angefärbt wird und so eine Cyanophilie vortäuscht. Guten Einstieg in das Problem bieten Amanita-Sporen, bei denen man deutlich den Unterschied zwischen angefärbtem Protoplasma und ungefärbter Sporenwand sehen kann, wegen des Öltropfens gut erkenntlich.
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Anwendung
Färben von Zellstrukturen
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Rezeptur
1) 0,1 g Baumwollblau in 100 ml H2O gelöst.
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2) 0,05 g Baumwollblau in 30 g Milchsäure gelöst; vor Gebrauch 24 Stunden stehen lassen, dann filtrieren.
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Verweis
Anilinblau, Methylblau, Chinablau, Wasserblau, Tintenblau
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Quelle
Erb Matheis
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Baumwollblau Flammer, T© 7616
Baumwollblau