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Hier der einleitende Text aus dem Artikel. "
Als A.v. Loesecke 1871 ein Zimmer betrat, in welchem seit einigen Stunden eine Schüssel mit Nelkenschwindlingen stand, bemerkte er einen durchdringenden Gemisch von Cyanwasserstoff. Seine chemischen Untersuchungen ergaben einwandfrei, dass Marasmius oreades (Bolt. ex Fr.) Fr. die hochgiftige Blausäure (Cyanwasserstoff, HCN) "aushaucht". Dies war der erste HNC-Nachweisbei einem Blätterpilz."
Auf ganz andere Weise wurde ich auf die Cyanogenese (HCN-Bildung) durch den Nelkenschwindling aufmerksam: Ich wollte die Wirkung von Pilzgiften auf Nacktschnecken untersuchen und fütterte daher Wegschnecken (Arion rufus und Arion lusitanicus) mit essbaren und giftigen Pilzen (Göttl 1974). Keiner der zahlreichen Frischpilze, von denen die Schnecken fraßen, hatte eine schädliche Wirkung, nicht einmal der Grüne Knollenblätterpilz. Die einzige Ausnahme war Marasmius oreades. Obwohl die Schnecken diesen guten Suppenpilz fast unberührt ließen, verendeten sie nach 2-3 Tagen. Da fing ich an, mit den Nelkenschwindlingen zu experimentieren. Ich sperrte die Schnecken in einen durchlochten Behälter und trennte sie so von den Pilzen, die in einem Konservenglas lagen. Wieder starben die Nacktschnecken nach 2-3 Tagen, ohne mit den Fruchtkörpern in Berührung gekommen zu sein. Giftige Gase, von den Schwindlingen stammend, mussten also den Tod der Versuchstiere verursacht haben."
Erst nach längerem Suchen fand ich im Schrifttum des Malakologen (Schalen und Weichtierforscher) Fröming (1951, 1962) nähere Angaben über Blausäurebildung bei Marasmius oreades und einigen anderen Pilzen.