Fuchsbandwurm




Echinococcus multiocularis

aktualisiert: 07.02.2021



Um Pilzsammlern die Angst vor dem Fuchsbandwurm zu nehmen, hier ein paar grundlegende Informationen und Empfehlungen:
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Mit dem Fuchsbandwurm kann man sich durch den Verzehr von ungenügend gekochten Waldbeeren, Früchten evtl. auch ungenügend gewaschenem Salat aus dem Garten sein, alles Essbare, das mit dem Kot des Fuchses in Berührung kommen kann. Durch die Aufnahme der Eier können sich diese im Darm zu einer Larve entwickeln, die mit dem Blutkreislauf zum Zielorgan verschleppt werden.
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Gemäss Untersuchungen erkrankt nur 1 Person von 10 die vom Fuchsbandwurm befallen werden und die Neuerkrankungen betragen jährlich ca. 2-3 Person pro Million Einwohner.
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Die chirurgische Entfernung des Parasiten ist das Mittel der Wahl. Allerdings ist die Entfernung bei fortgeschrittenem Befall schwierig. Dann ist eine Chemotherapie mit Mebendazol oder Albendazol notwendig.
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Vor Einführung der Chemotherapie verstarben 90 % der nicht operierbaren Patienten innerhalb von 10 Jahren nach Stellung der Diagnose.
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Verhaltensempfehlungen:
Der Mensch kann sich mit dem Fuchsbandwurm infizieren, wenn er Bandwurmeier, zum Beispiel über verunreinigte Nahrung oder Hände, zu sich nimmt. Folgende Vorsichtsmassnahmen sind zu empfehlen:
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- Waschen Sie Beeren, Gemüse, Salat und Fallobst vor dem Verzehr gründlich, verzehren sie keine rohen ungekochten Pilze.
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- Tiefgefrieren tötet die Fuchsbandwurmeier nicht ab. Bei gekochten Nahrungsmitteln besteht jedoch kein Risiko.
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- Hände nach intensivem Kontakt mit Erde oder Boden (z.B. Gartenarbeiten) waschen.
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- Mausende Hunde monatlich mit einem wirksamen Medikament gegen den Fuchsbandwurm behandeln.
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- Nach Kontakt mit Hunden Hände waschen (infizierte Hunde oder Hunde, die sich im Fuchskot wälzen, können Fuchsbandwurm-Eier auf dem Fell tragen).
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- Fuchskot im Garten mit umgestülptem Plastiksack einsammeln und mit dem Hauskehricht entsorgen (nicht auf den Kompost werfen oder vergraben).
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- Füchse nicht füttern oder durch attraktive Nahrungsquellen (offener Kompost, Haustierfütterung im Garten, etc.) anlocken.
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- Personen, die vermuten, mit Eiern des kleinen Fuchsbandwurms in Kontakt gekommen zu sein, können über den Hausarzt eine Blutuntersuchung durchführen lassen.
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Quelle: https://www.paras.uzh.ch/de/news/foxtapeworm.html
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