Heracleum mantegazzianum





Riesenbärenklau

aktualisiert: 19.04.2022 12:16:16



Der Riesen-Bärenklau ist eine 2 bis 5 m hohe Staude. Er zählt zu den invasiven Neophyten. Der Stängel ist hohl und gefurcht, er trägt vor allem im unteren Bereich purpurfarbene Flecken. Er kann am Grund bis zu 10 cm dick werden. Die Blätter werden bis 1 (selten bis 3) m lang, sie sind 3-5teilig mit fiederteiligen Abschnitten. Der tellerförmige Blütenstand kann bis zu 80 cm Durchmesser erreichen und besteht aus weißen bis rosafarbenen Blüten. Die reifen Früchte sind flach und haben vor allem am Rand aufwärtsgebogene Borsten. Der Riesen-Bärenklau entwickelt eine mächtige Pfahlwurzel, die bis zu 60 cm lang und oben bis 15 cm dick wird, sie ist blassgelb und enthält gelblichen Milchsaft.
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Der Saft des Riesenbärenklaus kann in Verbindung mit Sonnenlicht zu schweren Verbrennungen führen. Die Pflanze wirkt phototoxisch. Pflanzen sollten unbedingt und sofort entfernt und korrekt entsorgt werden, nicht kompostieren. Beim Entfernen der Pflanzen freie Hautpartien schützen, Brille und Schutzhandschuhe tragen.
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Der Riesen-Bärenklau ist eine drei- bis fünfjährige Staude; das heißt nach der Keimung im Frühjahr entwickelt sich eine Blattrosette, die im dritten, spätestens im fünften Jahr einen Blüten-tragenden Stängel hervorbringt. Wird der Blütenstängel vor der Samenreife abgeschnitten oder sonst wie am Blühen und Fruchten gehindert, entwickelt die Pflanze sich zur mehrjährigen Staude, d.h. sie treibt auch im Folgejahr wieder Blüten. Nach der Samenreife stirbt sie ab und muss sich aus Samen neu entwickeln, um sich am Standort zu behaupten. Im Boden entwickelt sich eine 10 bis 15 cm dicke und bis zu 60 cm lange Pfahlwurzel, die Nährstoffe speichert und nach Verletzung, Beweidung oder Mahd für schnellen Wiederaustrieb und neue Blütenstände sorgt. Eine Pflanze bildet durchschnittlich 20.000 (bis zu über 100.000) reife Samen. Sie fallen Ende August bis Oktober in der Nähe der Mutterpflanze zu Boden oder werden im Überschwemmungsbereich durch Wasser verbreitet. Die meisten Samen keimen nach einer Kälteperiode im ersten Frühjahr. Nur ca. 8% überleben für mehr als ein Jahr im Boden, zwei Drittel hiervon sogar mehr als zwei Jahre. Die absolute Lebensdauer der Samen ist nicht bekannt, allerdings kann eine einzige erfolgreich gekeimte Pflanze eine neue Population begründen.
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Toxin/e
Fuscomarine, Xanthotoxin, Psoralen, Bergapten
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Suchbegriffe / Tags: Neophyt, Neophyten, Giftpflanze

Heracleum mantegazzianum - Flammer, T© 3012
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